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Seit 1985 verfolge ich die Geschichte des Steinbruches. Eine, wie ich heute sagen würde, hochinteressante und stets neu erzählende Geschichte. In der
Zusammenfassung kann ich heute folgendes sagen: Im späten Karbon- Zeitalter (ca. 295 Mill.J.)drang eine Art Restschmelze des Ruhlaer Granit`s in eine fast N-S gerichtete Spalte des Ruhlaer
Kristallin ein und machte sich hier in der Tiefe einfach Platz. Dabei nahm es auch Schollen und Fragmente des Glimmerschiefers mit. Nach der Abkühlung wurden einige Spalten des sog.
Mikrosyenogranits (Mikrogranit) von einen dunklen Ganggestein gefüllt.
Meine Erforschung des Bruches, seid nun 25 Jahren, brachte neben unzähligen Fotos und Notizen auch die Erkenntnis, bis heute 5 verschiedene Gangarten oder
Mineraliesationsfolgen fest gestellt zu haben.
1. Abfolge: Quarz - Hämatit-Gangart
+ Vorphase im Kristallin von Ruhlaer und Brotterode bei der allgemeinen Abfolge. + Typische Ausbildung von kryptokristallinen Quarz bis zu millimetergroßen
Kristallen + Hauptsächlich N -NNE zu S - SSW Streichen + Vom Quarz konnte einerseits weiß/grauer Jaspis beobachtet und andererseits rot/brauner Gangachat festgestellt werden + Der
Hämatit kommt zusammen mit den kleinen Quarzkristallen vor und bildet hier meist kleine Eisenrosen. Derbe Gangstücke mit hochglänzenden Kristalldrusen gab es bis jetzt nur einmal.
2. Abfolge: Quarz - Baryt - Gangart
+ 2.Abfolge nach Schröders Arbeit über Fluß-und Schwerspatmineralisation des Th.Waldes + Hauptmerkmal: Quarz xx mit weißen tafligen Baryt bis zu 1cm. +
Nebenbei ein wenig Hämatit + NE - SW Streichen
3. Abfolge: Reine Sideritgänge
+ Lose verteilt im Kersantit oder in unmittelbarer Nähe dieser! + Wie so ein Nachschub. + Braune mittelspätige Adern und Zwickeln bis zu 3- 4cm dicke. +
Innerhalb dieser treten die ersten Calcitdrusen auf . (1.Generation ) + Kleine Hämatitnester können auch auftreten
4. Abfolge: Gemischte Gänge
+ Enthalten neben Siderit ( hier heller), Calcit, Quarz und etwas Chalkopyrit + Der Siderit bildet auch hier keine Kristalle , der Calcit kommt in bis zu 3cm
großen und der Quarz in bis 1cm großen Kristallen. + Übergangszone zu reinen Calcitgängen + Seitentrum ist möglich + Seit 2001 sind diese nicht wieder aufgetaucht!
5. Abfolge: Reine Calcit-Gänge
+ 3. Abfolge nach Schröder, wie im ganzen nordwestlichen Th.Wald + Massiger gobspätiger weiß-grauer Calcit mit nesterartigen Chalkopyrit + Auftreten in
allen möglichen Streichrichtungen. + Von 1cm bis 15cm Gangstärke + Wenige mit Mn-Fe -Mulm versetzte Kavernen + Chalkopyrit konnte schon in bis zu 10 cm großen Nestern beobachtet
werden. + Selten sind es langaushaltende Gangzüge + Calcitkristalle sind hier interssanter Weise nur bis ca. 1cm gebildet wurden.
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